Aus dem Unterstoff oder vom Seitenrand suche ich einen Faden. Oft sieht er neuer aus, weil er vom Licht nicht so stark verschossen ist. Beim Einsticken oder Einweben wirkt er dann etwas anders und es schaut dann aus wie ein hellerer Fleck, Schattenfleck oder wie eingesetzter Flicken. Das Gleiche gilt für das Hin - und Zurücknähen des Fadens. Nur hier liegt das Problem etwas anders.

Was ist hier passiert?
 
 
Ich stelle kurz das Bügeleisen auf die Fläche und siehe da, ich habe einen Abdruck des Bügeleisens auf dem Stoff. Wie kann das geschehen? In diesem Falle hat der Stoff eine erhöhte Appretur d.h. eine innerliche Füllmasse. Somit erhält der Stoff einen guten Griff und den optischen Chic. Dieses aber macht die Oberfläche extrem empfindlich für Wärme, Bügeldampf und Wasser ect.. Es wird hier der Faden angegriffen und verformt und versängt und das in kürzester Sekunde. Da kann man dann gar nichts mehr machen. Es ist das gleiche Problem wie bei einem Flecken. Unregelmäßigen Oberflächen sind in der Regel unproblematisch zu stopfen. Als sehr schwierig erweisen sich regelmäßige Nadelstreifen, feine Karos u. gleichmäßige Struktur - Muster, wie Pfeffer und Salz Muster
 

 Faserstamm        Fleckenreiniger      

 
 Grob gesehen: So muß man sich eine Faser vorstellen. In diesen kleinen Schuppen liegt entweder die Farbe, die sogenannte Füllmasse/Appretur oder auch der
 
Fleck, der einfach nicht herausgeht. Warum? Selbst wenn wir ihn auskochen. Immer bleibt ein kleiner Rest in den winzigen Schuppentüten hängen. In den Reinigungen wird der Fleck mit  Luftdruck  ausgepustet. Und dieses ist die einzige Methode den Fleckenteufel herauszubekommen und nur diese Methode!!!
 
Sie können den Flecken mit allen möglichen „Mitteln“ auswaschen ---. Sie greifen damit immer die Faser an und dann haben Sie genau die gleichen Faseprobleme wie beim Kunststopfen. Die Faser ist beschädigt.